Sicherheit hat bei Lentola in allen Entwicklungs- und Betriebsabläufen höchste Priorität. Der Branchenstandard für Drohnenlieferungen besteht darin, die Drohne schweben zu lassen und das Paket per Seilwinde zum Kunden herunterzuholen. Die Risiken des Schwebens steigen jedoch mit zunehmender Windstärke rapide an. Da es weltweit in solchen Situationen zu Unfällen gekommen ist, unterstützt das System von Lentola den Einsatz eines Fallschirms anstelle des Schwebens, was wir als deutlich sicherere Betriebsmethode ansehen.

Das Paket wird per Fallschirm präzise auf dem Grundstück des Kunden abgeworfen. Lentola bietet seinen Kunden Fallschirme, die optimal auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Unsere vergleichsweise günstigen Fallschirme eignen sich besonders gut als Einwegprodukte, vor allem wenn die Vorteile gegenüber anderen Transportmitteln deutlich überwiegen. Alternativ kann der Kunde eine Kaution für den Fallschirm hinterlegen, die bei Rückgabe erstattet wird.

Aus Sicherheitsgründen müssen schwerere Pakete per Fallschirm abgeworfen werden. Leichte Pakete und Zeitungen können jedoch ohne Fallschirm direkt an den Kunden übergeben werden. Bei Bedarf können diese mit einer Plastikhülle geschützt werden, sodass Feuchtigkeit kein Problem darstellt. Da der Wind zum Zeitpunkt des Abwurfs stark sein und seine Richtung variieren kann, wird die Treffgenauigkeit durch einen Algorithmus verbessert, der Windrichtung und -stärke berücksichtigt.

Flugrouten werden im Voraus mit der Flugplanungssoftware von Lentola erstellt. Lentola VTOL Cargo nutzt Satellitenpositionierung zur Navigation, und die Positionsdaten werden mittels RTK (Real Time Kinematic) verfeinert.

Die GNSS-Verbindung kann jedoch schwächer werden oder vollständig ausfallen. Das System von Lentola ist auf verschiedene Ausnahmesituationen vorbereitet, sodass der Betrieb auch ohne GNSS-Verbindung fortgesetzt werden kann. Sollten die Bedingungen zu schwierig werden, kann das System selbstständig einen Abbruch des Fluges einleiten.

Trotz sorgfältiger Vorbereitung kann etwas schiefgehen, beispielsweise bei einem unerwarteten Wetterumschwung. Eine große Lieferdrohne birgt im Falle eines Unfalls Gefahren. Daher ist es ratsam, die Bodenstation etwas abseits von Menschenansammlungen einzurichten. Ein ausreichend sicheres Betriebsmodell besteht darin, dass die Drohne nach dem Beladen vom Betriebsgelände startet und an einem ruhigeren Ort etwas weiter entfernt landet. Im einfachsten Fall kann die Bodenstation ein kleiner Bürocontainer mit Stromanschluss sein, und der für den Drohnenbetrieb benötigte Bereich befindet sich am anderen Ende des Parkplatzes. Ist der Landeplatz häufig windig, empfiehlt sich ein mehr Meter hoher Zaun. Die Kosten für die Einrichtung eines Flugplatzes sind in der Regel recht gering.